Lehre

Sommersemester 2021

Sem (MEd) Politische Theorie und politische Bildung. Klassiker der Sozialwissenschaft und ihre Bedeutung für die Theorie und Praxis politischer Bildung

Dr. Mirko Niehoff

Kurzname: Sem Theorie Bildung

Empfohlene Literatur


  1. Breier, Karl-Heinz/Meyer, Christian (2018): Der politiktheoretische Ansatz. In: Deichmann, Carl/Tischner, Christian K. (Hrsg.): Handbuch Dimensionen und Ansätze in der politischen Bildung. Schwalbach/Ts.: Wochenschau, S. 188-200.
  2. Bauer, Thomas (2018): Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. Ditzingen: Reclam.
  3. Salzborn, Samuel (2017): Angriff der Antidemokraten. Die völkische Rebellion der Neuen Rechten. Weinheim: Beltz Juventa.

Inhalt

Insbesondere in Krisenzeiten zeigt sich, dass die Welt ungewiss und unsicher sowie komplex, mehrdeutig und widersprüchlich ist. Ein produktiver und nicht-regressiver Umgang damit ist nicht immer leicht – und doch ungemein wichtig. Denn leicht kann das Unbehagen mit Ungewissheit und Widersprüchlichkeit in demokratiefeindliche und vorurteilsbeladene Haltungen und Handlungen umschlagen. Zuletzt konnte man dies im Kontext der Corona-Krise beobachten. Auf Demonstrationen von sogenannten „Corona-Skeptikern“ wurde im Namen von Wahrheit, Freiheit und Demokratie gegen die vermeintlichen Lügen (Fake-News) der Medien, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen gehetzt und dabei ein unterm Strich demokratie- und freiheitsfeindliches Weltbild reproduziert. Dahinter verbergen sich neben eher autoritären Überzeugungen auch (verständliche) Sehnsüchte nach Eindeutigkeit, Halt und Sicherheit in einer als überfordernd und unkontrollierbar wahrgenommenen Welt (des Politischen).

Politische Bildung kann und sollte sich dem nicht verschließen. Sie sollte sich u.a. den wieder aufdrängenden Fragen nach Wahrheit, Mehrdeutigkeit und Demokratie zuwenden. In diesem Zusammenhang können die Perspektiven von Klassiker*innen der politischen Theorie und Philosophie gewinnbringend sein. Denn: „Wenn zukünftig Lehrende bei ihrer eigenen Einübung in politisches Denken mit politischen Denkern denken, so lernen sie, die eigene Gegenwart und politische Realität gleichsam durch deren Augen zu sehen. Mit den Denkern zu denken, heißt, in ihrem Licht die Welt zu sehen und politischen Grundfragen nachzugehen, die sich Menschen, denen ihr politisches Leben am Herzen liegt, immer wieder neu stellen“ (Breier/Meyer 2018).

Im Rahmen des Seminars soll dieser Versuch unternommen werden. Anhand exklusiver Arbeitsmaterialien werden Einblicke zu den genannten Fragen mit Denker*innen wie Hannah Arendt, Theodor W. Adorno, John Rawls, Charles Taylor, Joseph Schumpeter, Michel Foucault, Chantal Mouffe, Judith Butler und anderen arbeitsteilig erarbeitet und hinsichtlich ihrer Praxisrelevanz im Kontext politischer Bildung ausgelotet und diskutiert. Parallel dazu wird auch über das Konzept von politischer Bildung als „Prävention“ von demokratiegefährdenden Einstellungen gesprochen und es werden exemplarisch ausgewählte Methoden vorgestellt. Erwartet wird die Lektüre von Seminartexten sowie die Präsentation eines Seminarinhaltes.

Voraussetzungen / Organisatorisches

Bereich: Fachdidaktik
Gültig für folgende vom Institut angebotenen Studiengänge:
- MEd Sozialkunde (Modul Politik und Politikvermittlung)

Digitale Lehre

Das Seminar wird digital stattfinden - durchgängig mit synchronen Sitzungen, nur die Sitzungen im Mai und Anfang Juni werden ggf. für Gruppenarbeiten asynchron organisiert.  Nähere Informationen erhalten Sie für alle Veranstaltungen des Arbeitsbereiches Didaktik der politischen Bildung vor Semesterstart in den entsprechenden Moodlekursen oder per E-Mail.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
14.04.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
21.04.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
28.04.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
05.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
12.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
19.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
26.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
02.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
09.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
16.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
23.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
30.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
07.07.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
14.07.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline

Semester: SoSe 2021

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Wintersemester 2021/22

Sem (MEd) Politische Theorie und politische Bildung. Klassiker der Sozialwissenschaft und ihre Bedeutung für die Theorie und Praxis politischer Bildung

Dr. Mirko Niehoff

Kurzname: Sem Theorie Bildung

Empfohlene Literatur


  1. Breier, Karl-Heinz/Meyer, Christian (2018): Der politiktheoretische Ansatz. In: Deichmann, Carl/Tischner, Christian K. (Hrsg.): Handbuch Dimensionen und Ansätze in der politischen Bildung. Schwalbach/Ts.: Wochenschau, S. 188-200.
  2. Bauer, Thomas (2018): Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. Ditzingen: Reclam.
  3. Salzborn, Samuel (2017): Angriff der Antidemokraten. Die völkische Rebellion der Neuen Rechten. Weinheim: Beltz Juventa.

Inhalt

Insbesondere in Krisenzeiten zeigt sich, dass die Welt ungewiss und unsicher sowie komplex, mehrdeutig und widersprüchlich ist. Ein produktiver und nicht-regressiver Umgang damit ist nicht immer leicht – und doch ungemein wichtig. Denn leicht kann das Unbehagen mit Ungewissheit und Widersprüchlichkeit in demokratiefeindliche und vorurteilsbeladene Haltungen und Handlungen umschlagen. Zuletzt konnte man dies im Kontext der Corona-Krise beobachten. Auf Demonstrationen von sogenannten „Corona-Skeptikern“ wurde im Namen von Wahrheit, Freiheit und Demokratie gegen die vermeintlichen Lügen (Fake-News) der Medien, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen gehetzt und dabei ein unterm Strich demokratie- und freiheitsfeindliches Weltbild reproduziert. Dahinter verbergen sich neben eher autoritären Überzeugungen auch (verständliche) Sehnsüchte nach Eindeutigkeit, Halt und Sicherheit in einer als überfordernd und unkontrollierbar wahrgenommenen Welt (des Politischen).

Politische Bildung kann und sollte sich dem nicht verschließen. Sie sollte sich u.a. den wieder aufdrängenden Fragen nach Wahrheit, Mehrdeutigkeit und Demokratie zuwenden. In diesem Zusammenhang können die Perspektiven von Klassiker*innen der politischen Theorie und Philosophie gewinnbringend sein. Denn: „Wenn zukünftig Lehrende bei ihrer eigenen Einübung in politisches Denken mit politischen Denkern denken, so lernen sie, die eigene Gegenwart und politische Realität gleichsam durch deren Augen zu sehen. Mit den Denkern zu denken, heißt, in ihrem Licht die Welt zu sehen und politischen Grundfragen nachzugehen, die sich Menschen, denen ihr politisches Leben am Herzen liegt, immer wieder neu stellen“ (Breier/Meyer 2018).

Im Rahmen des Seminars soll dieser Versuch unternommen werden. Anhand exklusiver Arbeitsmaterialien werden Einblicke zu den genannten Fragen mit Denker*innen wie Hannah Arendt, Theodor W. Adorno, John Rawls, Charles Taylor, Joseph Schumpeter, Michel Foucault, Chantal Mouffe, Judith Butler und anderen arbeitsteilig erarbeitet und hinsichtlich ihrer Praxisrelevanz im Kontext politischer Bildung ausgelotet und diskutiert. Parallel dazu wird auch über das Konzept von politischer Bildung als „Prävention“ von demokratiegefährdenden Einstellungen gesprochen und es werden exemplarisch ausgewählte Methoden vorgestellt. Erwartet wird die Lektüre von Seminartexten sowie die Präsentation eines Seminarinhaltes.

Voraussetzungen / Organisatorisches

Bereich: Fachdidaktik
Gültig für folgende vom Institut angebotenen Studiengänge:
- MEd Sozialkunde (Modul Politik und Politikvermittlung)

Digitale Lehre

Das Seminar wird digital stattfinden - durchgängig mit synchronen Sitzungen, nur die Sitzungen im Mai und Anfang Juni werden ggf. für Gruppenarbeiten asynchron organisiert.  Nähere Informationen erhalten Sie für alle Veranstaltungen des Arbeitsbereiches Didaktik der politischen Bildung vor Semesterstart in den entsprechenden Moodlekursen oder per E-Mail.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
14.04.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
21.04.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
28.04.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
05.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
12.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
19.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
26.05.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
02.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
09.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
16.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
23.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
30.06.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
07.07.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline
14.07.2021 (Mittwoch)10.15 - 11.45 Uhronline

Semester: WiSe 2021/22