| Projektkoordination: | Claudia Kliefoth |
| Teilprojektleiterin Institut für Politikwissenschaft: | Prof. Dr. Kerstin Pohl |
| Teilprojektleiterin Deutsches Institut: | Prof. Dr. Anja Müller |
| Teilprojektleiterin Geographisches Institut: | Dr. Marion Plien |
| Förderung: | Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Ausschreibung „Freiraum“. Laufzeit von 01.09.2022 bis 30.09.2024 |
Ziel des Projekts war die Konzeption und Erprobung fachübergreifender, multimedialer, flexibel einsetzbarer Lernmodule, die Lehramtsstudierende verschiedener Unterrichtsfächer beim Erwerb und Ausbau einer fachübergreifenden professionellen Handlungskompetenz unterstützen sollen. Die Lernmodule ermöglichen Studierenden, fachspezifische didaktische Kompetenzen zu vertiefen und eine fachübergreifende didaktische Perspektive aufzubauen. Sie entwickeln so ein Konzept unterrichtlicher Praxis, auf dessen Grundlage Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fächer deutlich und Kooperationen in der Praxis erleichtert werden.
Die Studierenden sind nicht nur die Zielgruppe des Projekts, sondern haben die Lernmodule auch von Anfang an mitgestaltetet, indem sie ihre Bedürfnisse reflektiert und formuliert haben und viele Inhalte mit uns gemeinsam erarbeitetet haben.
Im Projekt haben die Didaktik der politischen Bildung, die Didaktik der Geographie und die Fachdidaktik Deutsch zusammengearbeitet. Weitere Fächer können hinzukommen.
Die multimedial gestalteten Lernmodule enthalten Erklärvideos, Podcasts, Interviews mit Lehrkräften, Fachtexte, Literaturtipps, Übungs- und Reflexionsaufgaben. Sie sind für eingeschriebene Nutzer*innen über über Moodle zugänglich, sodass sie von nachfolgenden Studierendengenerationen genutzt und von weiteren Fachdidaktiken übernommen werden können, um die eigene Fachperspektive zu erweitern.
Im Projekt FaPlan wurden fachübergreifende, digitale Lernmodule erstellt, die zur Entwicklung und Erweiterung professioneller Kompetenzen angehender Lehrkräfte in fachdidaktischen Seminaren und im bedarfs- und interessenorientierten Selbststudium eingesetzt werden können.
Die Lernmodule sind in Anlehnung an dem von Hilbert Meyer (2009) vorgeschlagenen Grundrhythmus des Unterrichts projektübergreifend aufgebaut: Auf eine Einstiegsphase folgt eine Erarbeitungsphase, die durch eine Phase der Ergebnissicherung abgeschlossen wird.
Jedem Lernmodul ist eine kurze Inhaltsangabe und eine Empfehlung zur Bearbeitung des Moduls vorgeschaltet. Die digitale Gestaltung des Lernmoduls orientiert sich an den „Gestaltungsempfehlungen zur Ermöglichung der Selbststeuerung von medialen Lernangeboten“ nach Dyrna (2021). Die Studierenden können sich frei durch das Lernmodul bewegen und können daher die Aufgaben nach ihren Bedarfen ausgewählt bearbeiten. Eine Wiederholung der Aufgaben ist jederzeit möglich. Zudem enthalten die Lernmodule Querverweise auf übergreifende Inhalte in anderen Lernmodulen. Jedes Lernmodul ist multimedial gestaltetet und enthält neben Erklärvideos, Podcasts, Interviews mit Schülerinnen und Schülern sowie (angehenden) Lehrkräften auch Fachtexte, Literaturtipps sowie Übungs- und Reflexionsaufgaben.
Quellen:
Dyrna, J. (2021). Mit digitalen Medien selbstgesteuert Lernen? Ansätze zur Ermöglichung und Forderung von Selbststeuerung in technologieunterstutzten Lernprozessen. In: Dyrna, J., Riedel, J., Schulze-Achatz, S. & Kohler, T.(Hg.), Selbstgesteuertes Lernen in der beruflichen Weiterbildung. Ein Handbuch für Theorie und Praxis. Munster/ New York: Waxmann, S. 247-261.
Meyer, H. (2009). Leitfaden Unterrichtsvorbereitung. 4. Auflage. Berlin: Cornelsen.