Lehrprojekt Kontroversen in der Politikdidaktik

 

 

Interview-Podcasts mit 15 Politikdidaktiker*innen zu den wichtigsten Streitfragen der aktuellen politischen Bildung – erstellt von 26 Lehramtsstudierenden des Fach Sozialkunde an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

In der Diskussion um die politische Bildung wurden in den letzten 20 Jahren zahlreiche Kontroversen ausgetragen. Viele dieser Kontroversen knüpfen an vergangene Kontroversen der 1960 und 1970 Jahre an, wie die, welches Bürgerleitbild für die politische Bildung angemessen ist und ob man im Rahmen des Politikunterrichts auch politisch aktiv werden darf. Sie werden heute unter den Vorzeichen der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation neu diskutiert.

Dazu kommen viele neue Kontroversen, besonders bedeutend sind der Streit um die Kompetenzorientierung und die Bedeutung von Konzepten in der politischen Bildung sowie die Frage des Fächerzuschnitts: Sollte Wirtschaft auch an allgemeinbildendenden Schulen ein eigenes Unterrichtsfach sein? Brauchen wir eine ökonomische oder eine sozioökonomische Bildung?

Soll Politik den Kern der politischen Bildung darstellen oder brauchen wir eine integrative sozialwissenschaftliche Bildung? Ist darüber hinaus eine Integration der drei Fächer Politik/Sozialkunde, Geschichte und Geographie zu einem gemeinsamen Fach Gesellschaftslehre sinnvoll, wie es an vielen nicht-gymnasialen Schulen längst Realität ist?

Im Seminar haben die Studierenden der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz in Rheinland-Pfalz sich in eine Kontroverse eingearbeitet, die sie besonders interessiert hat, und je Politikdidaktiker*innen mit unterschiedlichen, meist gegensätzlichen Positionen um ein Interview gebeten.

Die meisten Interviews wurden im Rahmen der GPJE-Tagung vom 14.-16. Juni 2018 in Mainz durchgeführt. Aus den Interviews wurden Podcast erstellt, die in den nächsten Wochen hier und auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht werden.