Lehrprojekt außerschulische Lernorte im Politikunterricht

 

Der Besuch außerschulischer politischer Lernorte gehört heute zu den didaktischen Selbstverständlichkeiten eines erfahrungsorientierten Unterrichtes und ist in den Lehrplänen der Länder entsprechend verankert. Dass etwa mit dem Gang zu einer Gerichtsverhandlung oder der Zusammenarbeit mit der Redaktion einer Tageszeitung kompetenzfördernde Momente verbunden sind, steht außer Frage. Dennoch haben zahlreiche LehrerInnen Berührungsängste mit der (Selbst-) Organisation und Durchführung umfangreicher Projekte. Daher sollen in insgesamt vier Modulen (Landtag Rheinland-Pfalz, Berlin, Europäische Union, Wien) die Studierenden für den didaktischen Mehrwert und die tatsächlichen Möglichkeiten außerschulischer Lernorte theoretisch und praktisch sensibilisiert werden.

 

Modul I: Der Landtag Rheinland-Pfalz (WiSe 2017/2018)                             

 

In Zusammenarbeit mit dem Landtag in Mainz erarbeiten die Studierenden im Seminar zunächst die Funktionsweise des parlamentarischen Systems in Rheinland-Pfalz. Anschließend evaluieren Sie Angebote des hiesigen Parlamentes für Jugendliche und erarbeiten selbstständig didaktisches Material. Durch den konkreten Austausch mit Vertretern des Landtages (Abgeordnete, Landtagspräsident, Bürgerbeauftragter etc.), der Durchführung und Beobachtung bestehender Angebote (Parlaments-Planspiel, Ausschusssitzungen, Pressegespräch, Besuch der Staatskanzlei etc.)  und der Konzeption neuer Ideen erfahren so die Teilnehmer konkret die Vorteile des außerschulischen Lernortes Landtag und messen ihn zudem am konkreten Kompetenzerwerb.

Download: Seminarplan zum Seminar "Außerschulische Lernorte im Politikunterricht: Der Landtag Rheinland-Pfalz".

 

 

Modul II: Berlin (SoSe 2018) 

 

Anhand einer Berlin-Fahrt werden die Studierenden im Seminar von der Planung bis zur Durchführung mögliche Programmpunkte abwägen und evaluieren, schulrechtliche Fragen klären und verschiedene Angebote auf Kompetenzen prüfen. Vom 18.-22.6. werden sie dann in Berlin die ausgewählten und vorgestellten Lernorte in der Praxis besuchen und umfassend bewerten. Dabei stehen neben politischen Institutionen (Gespräche im Bundestag, Kanzleramt, in der Landesvertretung RLP etc.) auch thematische Kontroversen (Gespräche mit Lobbyisten, Medienvertretern (Bild, Spiegel) etc.) und der Besuch historischer Gedenkorte (Holocaust-Mahnmal, Topografie des Terrors, Hohenschönhausen etc.) im Zentrum.

Download: Seminarplan zum Seminar "Außerschulische Lernorte im Politikunterricht: Berlin".

Das Programm zur Berlin-Fahrt finden Sie hier

 

 

Modul III: Wien/Bratislava und Modul IV: Die Europäische Union (SoSe 2019 und WiSe 2019/20)            

 

Nach der Beschäftigung mit den Lernorten Landtag Rheinland-Pfalz und Berlin werden die Studierenden ab dem Sommersemester 2019 die internationale Perspektive kennenlernen. Anhand einer Wien/Bratislava - Fahrt stehen dabei ausgewählte internationale Organisationen (OPEC, OSZE, UN, Botschaften etc.) und deren didaktische Möglichkeiten im Fokus. Vom 3.-7..2019 werden die Studierenden zunächst in Wien und Bratislava  die Lernorte in der Praxis besuchen und umfassend bewerten, bevor im Wintersemester 2019/20 Besuchsprogramme der Europäischen Union in Straßburg und Brüssel durchlaufen werden.

 


Kontakt

OStR Uwe Franke M.A.

Jakob-Welder-Weg 20
55128 Mainz
Philosophicum II, 3. Stock, Raum 03-225

Mail: ufranke@uni-mainz.de